„FW orientiert sich an der Neuen Rechten“

Dass die “Kaiserjäger” in der Kritik nur eine untergeordnete Rolle spielen und es vielmehr um die inhaltlichen Kontinuitäten geht, interessiert Frei.Wild scheinbar nicht. Es ist der selbe völkische Nationalismus, derselbe reaktionäre Heimatbegriff, der beiden Bands zu Grunde liegt und sich in den Texten von Liedern wie “Südtirol”, “Land der Vollidioten” und “Wahre Werte” artikuliert. Frei.Wild orientieren sich an einem von der Neuen Rechten propagierten Heimatbegriff, dem Ethnopluralismus, der so auch von den “Freiheitlichen” geteilt wird, von denen sich Herr Burger nie ernsthaft inhaltlich distanziert hat.

Frei.Wild und ihr völkischer Regionalpatriotismus

„Es gibt kein Recht auf Diskriminierung“

Ein anderes Argument ist jenes der Meinungsfreiheit, die unbedingt verteidigt gehört. Es gibt kein Recht auf Diskriminierung. Es gibt kein Recht auf völkischen Nationalismus. Warum sollte jemand abwertende Sprache benutzen dürfen? (…) Aber ihr Berufen auf Volkstum und der Wunsch nach Ausbürgerung der Kritiker_innen sprechen Bände vom repressiven Weltbild der Band. Denn alle die „anders” sind haben keinen Platz. Politische Korrektheit abzuwerten und lächerlich zu machen, ist schon lange ein Hobby der Rechtsextremen, das sich aus oben genannten Gründen speist.

Zum Umgang der Medien mit Rechtsrock

Frei.Wild legt Pause ein

Die umstrittene Rockband Frei.Wild hat auf ihrer Homepage eine auf unbestimmte Zeit angelegte Schaffenspause angekündigt. Den Rückzug von den Bühnen begründen die Musiker, denen stets ein latent völkischer Nationalismus vorgeworfen wird , mit dem Wusch nach mehr Zeit für ihr Privatleben: „Wir lassen die Seele baumeln, machen Pause, holen uns Inspiration, wollen die Welt bereisen und uns auch mal wieder richtig intensiv um unsere Freunde und Familien kümmern.“
Wie lange sich die Band aus dem Musikgeschäft zurückzieht bleibt unklar. In der Mitteilung an die Fans heißt es lediglich, dass es „keine Ewigkeit“ dauern werde, die Musiker sich aber die „Freiheit nehmen sich nicht festzulegen.“

Frei.Wild macht vorerst keine Musik mehr

Wer redet denn von Nazis?!

FW-Burger im FOCUS:

„Wenn man bei einer Band, die, wie fast jeder andere Musiker auch, über Heimat singt, gleich den Nationalsozialismus ins Boot holt, macht das Schlagzeilen. Themen um Hitler und das Dritte Reich erhöhen die Verkaufszahlen.“

Dass keine ernsthafte Kritik sich an seiner Neonazi-Vergangenheit aufhängt, sondern die nationalistische Ideologie seiner derzeitig produzierten Texte anprangert, hat Burger immer noch nicht verstanden. Beziehungsweise ist er der einzige, der von „Nazi“-Vorwürfen spricht, um sich so als Opfer einer angeblichen „Nazikeulerei“ zu präsentieren…

Frei.Wild-Frontmann fühlt sich schlecht behandelt

FW: Ein Produkt der Plattenindustrie

Bei all dem Unbill des damit einhergehenden »Man wird ja noch mal sagen dürfen…«, bei all diesem Unbill wird gern die Herkunft des Themas außer Acht gelassen – und damit ist eben nicht Südtirol gemeint. Viel eher wird angenommen, dass der Aufstieg von Frei.Wild einzig auf die Popularität ihrer kruden Thesen zurückzuführen sei. Schlimme Vorstellung in der Tat – und sicherlich nicht falsch. Dennoch bleibt bei dieser Betrachtung außen vor, dass der Frei.Wild-Boom auch ein Produkt, ja, Coup der hiesigen Plattenindustrie ist.

Turbostaat über Frei.Wild



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